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28. Februar 1998

Claudia Pechstein
Ausnahmesportlerin mit Sinn für Humor

Sie stand immer ein wenig im Schatten ihrer großen Konkurrentinnen Gunda Niemann-Stirnemann und Franziska Schenk. Spätestens seit der Goldmedaille bei den Winterspielen in Nagano genießt auch Claudia Pechstein die Aufmerksamkeit, die ihr gebührt. Am 28. Februar war sie zusammen mit Gunda Niemann-Stirnemann und Franziska Schenk bei "Wetten dass..?" in Duisburg zu Gast.

Schon mit vier Jahren stand die heute 26jährige Berlinerin zum erstenmal auf Kufen - allerdings als Eiskunstläuferin. Nachdem sie 1982 ins Lager der Eisschnelläufer wechselte, stellte sich schnell der erste Erfolg ein. Nach dem Sieg bei der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR gewann sie 1988 bei der Junioren-Weltmeisterschaft die Silbermedaille im Mehrkampf. Den Anschluß an die deutsche nationale Spitze schaffte Claudia Pechstein im Jahr 1991, als sie über 3000 m und 5000 m jeweils den Vizetitel gewann.
Der große Coup gelang der Bundesgrenzschutz-Angehörigen schließlich bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer, als sie sensationell die große Favoritin Gunda Niemann über 5000 m schlagen konnte und die Goldmedaille errang. Daß dieser Erfolg keine Eintagsfliege war, bewies sie mit dem Weltmeistertitel 1996 und der Goldmedaille über 5000 m bei den Spielen von Nagano. Hinzu kam auch noch eine Silbermedaille über 3000 m.

Claudia Pechstein beschreibt sich selbst "als lebenslustig und immerhin ganz schön stabil". Die österreichische Eisschnelläuferin Emese Hunyady sagt über ihre deutsche Kollegin: "Sie ist die einzige Lustige bei den Deutschen. "

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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